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Kölner Königschronik für 1114

Eingedenk seiner Unbilden gegen Kölner und in der Absicht, diese blühendste Stadt von ganz Gallien und Germanien, deren Ruhm den ganzen Erdkreis erfüllt, mit aller Macht zu Niedrigkeit und Schande herabzuwürdigen, zieht der Kaiser ein großes Heer von Alamannen und Baiern und von Sachsen unter ihrem Herzog Lothar zusammen und sucht die Feste Deutz zu nehmen und zu zerstören, damit er durch Hineinlegen einer Besatzung den Kölnern die Zufuhr auf den Schilfen abschneiden könne. Sobald die Kölner hiervon Nachricht erhalten, rufen sie den zahlreichen Schaaren ihrer auserlesenen Jugend unter die Fahne, überschreiten den Rhein mit einem starken Haufen Bogenschützen, und schicken sich unerschrocken an, in geordneten Schlachtreihen den Angriff des Kaisers mit männlichem Muthe abzuwehren.

Kölner Königschronik für 1164

Unterdessen diente Herr Reynold, der erwählte Erzbischof von Köln, mit größerer Treue und Ergebenheit, als alle anwesenden bürsten. Auf die Nachricht von jenen freudenreichen Siegen erwirkte er sich Urlaub vom Kaiser und kehrte zurück, beehrt mit der vollen Gnade desselben, und nachdem er von ihm die kostbarsten Geschenke erhalten hatte, nämlich die Gebeine der drei Weisen, die den Herrn in seiner Kindheit mit geheimnisvollen Gaben verehrten, und der beiden Märtyrer Felix und Nabor, die mit diesen Weisen bisher zu Mailand andächtig aufbewahrt wurden. Mit diesen hochberühmten Geschenken zog er am Tage vor dem Sanct-Jacobus-Fest in Köln ein und wurde ruhmvoll und glänzend empfangen, besonders um der Reliquien willen, die er zum ewigen Ruhme Deutschlands nach Köln brachte.'

Colonia

Quelle: Gesehen, gehört, erzählt von ... (Ortsgeschichte)
Beilage der Kölnischen Rundschau zur 1900-Jahrfeier

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