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Die erweiterte Kinderlandverschickung

Kinderlandverschickung (KLV) war schon vor 1933 die Bezeichnung für gesundheitlich begrün-dete Ferienreisen von Stadtkindern in ländliche Gebiete. Die Maßnahme wurde auch nach der "Machtergreifung" Adolf Hitlers im Januar 1933 weitergeführt und von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) und kirchlichen Trägern organisiert.

Die erweiterte Kinderlandverschickung wurde auf Weisung von Adolf Hitler seit September 1940 von Reichsjugendführer Baldur von Schirach organisiert und geleitet. Die Hitlerjugend führte die Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der NSV und den Schulen durch. Die erweiterte KLV hatte zwei Ziele: Die Kinder aus "luftge-fährdeten Gebieten" wie Hamburg, Köln, Dortmund oder Berlin in sichere Regionen zu bringen und so zu schützen, um Sie politisch zu beeinflussen und parami-litärisch auszubilden.



Schätzungsweise wurden ca. fünf Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 1940 und 1944 im Rahmen der KLV evakuiert. Sie lebten mitunter jahrelang in Pflegefamilien oder in einem der 5000 Kinderlandverschickung-Lager. Mitte 1944 begann man mit der Rückführung der Kinder. Viele von ihnen mussten sich nach der Flucht des Betreuungspersonals alleine nach Hause durchschlagen.

Quelle: Gesehen, gehört, erzählt von / Foto: Bergisches Land © Rudolf Picht +

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